Die Tagesschau bringt einen Bericht über einen umstrittenen Beitrag Francesco Uboldis zum DOK-Filmfestival. Darin wird ein Mann “Jean Paul” gezeigt, gefesselt im Kameruner Busch, verurteilt zum Sterben durch verhungern und austrocknen. Im Film selbst wird nicht viel zu den Umständen gesagt, nur, dass der Mann wenige Stunden später tot ist.

Wer auf dem Festival mit Uboldi spricht wird über Hintergründe zum Film aufgeklärt. Dass dieser Mann in Verdacht von böser Magie stand usw.
(Nur kurz nebenbei: die Aussage H.J. Börners (Journalist), dass man ihm ein Glas Wasser hätte geben müssen ist absoluter Quatsch. Damit hätte man die Qual noch ins Unermessliche gesteigert)

Ich weiß jetzt nicht so recht, was ich von dem Filmchen halten soll. Letztendlich ist es eine Dokumentation über den Vollzug einer Todesstrafe.
Im Bericht wird die ethische Frage aufgeworfen, ob man das Sterben eines Menschen so zeigen darf.
Ist Nicht-Zeigen totschweigen und Zeigen Sensationslust? Zeugt Nicht-Zeigen von Missbilligung des Tuns? Aber wen interessiert das denn? Ich glaub den Kameruner, der da an der Kette gezuppelt hat interessiert das wenig.

Hm, was sagt ihr dazu, zum Film und zu den anderen Aussagen?