Dass unser Badezimmer keine Heizung hat, fiel uns bei der Wohnungsbesichtigung gar nicht auf. Bisher hatten wir die auch nie benutzt und so lag der Fokus eher auf anderen Dingen. Gesucht haben wir sie, als es kälter wurde. Denn unsere Wohnung ist kalt. Eiskalt, um genau zu sein.
Um die fehlende Heizung auszugleichen, gibt es ein fast kopfgroßes, durch ein Gitter etwas kaschiertes, Loch zum hausgemeinen Schornstein. Dadurch, dass wir ganz oben wohnen und es nur ein kurzer Weg zur kalten Natur draußen hat, wird alle Wärme aus der Wohnung durch das Bad in den Schornstein gesogen.
Allerdings ist der Rest der Wohnung auch sehr kalt, so dass nicht mal eine Illusion von Wärme aufkommen mag, wenn man aus der sehr rasch an Wärme verlierenden Wanne steigt und sich notdürftig in ein nasser werdendes Handtuch schmiegt, in der Hoffnung durch Bewegungslosigkeit nicht allzuviel an eigener Wärme zu verlieren. Diesem Plan wurde dann erfolgreich durch ein Stoß kalten Windes entgegengewirkt, der aus entgegensetzter Richtung direkt aus dem Loch vom Dach kam, welcher zuforderst noch fröhlich über letzteres fegte.

Ich glaub ich kuschel mich wieder ins Bett und lese weiter “Per Anhalter durch die Galaxis”