Die Woche des Umzuges war extrem anstrengend. Wir waren zu dritt und haben uns zwei Mal ein großes Auto ausgeliehen.
- Montag: packen
- Dienstag: einladen, ausladen
- Mittwoch: packen
- Donnerstag: einladen, ausladen
Freitag und Samstag haben wir im neuen Heim Möbel aufgebaut (habe Freitag kurz vor Feierabend noch schnell Strom angemeldet und es kam auch gleich einer mit zum klemmen
) und am Sonntag dann durch zwei Möbelschlepper die restlichen Sachen mitnehmen lassen.
Heute sind wir in Stralsund und wollen die Wohnung übergabefertig machen, weshalb ich auch ab und an im Internet sein kann
Am Dienstag kommt dann der Kabel Deutschland-Mann, der uns endlich wieder an die Welt anschließt.
Auf Arbeit ist privates surfen verboten und bisher habe ich mich auch daran gehalten. Anfangs brauchte ich dazu extrem viel Selbsterbeherrschung, aber langsam gehts. Manchmal ist es natürlich total schlimm für mich. Z.B. wenn ich bei meinen Recherchen einen interessanten Artikel gefunden habe und den nur zu gern ganz schnell twittern würde.
Wenn es ginge, würde ich ja per Mail bloggen, denn das traue ich mich
aber *seufz* Muss ich mich dann halt immer abends auslassen
Die Arbeit ist total super. Wir sind drei Azubis. Noch ein Mädchen und ein Junge. Im Unternehmen duzen sich alle, wir haben direkte Ansprechpartner und können aber jeden fragen, der uns gerade gelegen kommt. Wir wurden zu Anfang in jedes Büro geführt und vorgestellt und bekamen von allen freundliche Blicke und man wünschte uns viel Spaß. Und den hab ich bisher auch. Mittags gehen ein paar der “älteren” Azubis und wir immer raus zu einem benachbarten Einkaufszentrum und verbringen da unsere Mittagspause. Jedes Mal, wenn wir zusammen loslaufen und ich die Gespräche höre usw. fühle ich mich genau richtig. Als hätte ich endlich meinen Platz gefunden. Ich freue mich auch jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit gehen kann. Es passt irgendwie alles.
Jetzt zu Anfang, haben wir Einstiegsübungsaufgaben bekommen und ich komme ziemlich gut klar. Da ich beim Einstellungsgespräch gesagt hab, dass mir C# am sympatischten ist, darf ich auch gleich mit dieser Sprache anfangen
. Habe sogar schon im Rahmen dieser Aufgaben mein erstes Windows-Klicki-Programm geschrieben. Und zwar (ohne Hilfe der C#-eigenen Klasse) sollte eine Base64-Verschlüsselung umgesetzt werden, wie sie z.B. beim kodieren von Emailanhängen verwendet wird.
Theoretisch sind meine Ansätze schon immer sehr gut, aber bei der Umsetzung brauche ich noch oft einen, der mal mit drüber schaut. Gerade, was das umwandeln von Typen angeht (z.B. int in string (Zahl in Zeichenkette), will das manchmal nicht so, wie ich mir das vorstelle 
Aber wie es scheint, habe ich bisher einen recht guten Eindruck in der Firma gemacht
Das positive Gefühl beruht also auf Gegenseitigkeit.
Ich bin so froh, dass ich genau da und nirgends anders gelandet bin!
Johann hatte die letzte Woche auch viel Spaß. Meine Mutter passt ja derzeit auf ihn auf (nächste Woche schauen wir mal einen Kindergarten an) und sie weiß nur positives zu berichten. Er ist immer ganz artig und kriegt auch viel geboten. In Rostock gibts ja z.B. eine Straßenbahn und wegen des ganzen Ämtergedöns sind sie viel damit unterwegs. Genau das richtige.
Er spricht auch immer besser. Wenn er redet, versucht er inzwischen alles in einen Satz zu packen, so dass er mind. 2-3 Wörter redet. Er quatscht auch jeden zu, den er so trifft
Jetzt ist ja gerade HanseSail in Rostock und da waren wir Donnerstag nach der Arbeit mal schauen, was es da so gibt. Beim auf der Bank sitzen um was zu trinken, saß uns eine etwas ältere Dame gegenüber und Johann hat sie bald zugequatscht
durfte immer “übersetzen” (die Leute wissen ja nicht, was er erzählen will und deswegen fällt es wohl etwas schwer, sein Reden auf Anhieb zu verstehen. Wobei ich finde, dass er manche Wörte zweifelsfrei ausspricht. Aber wohl, weil sie nicht damit rechnen). Als sie einmal nicht gleich hinhörte, meinte Johann so zu ihr: deet deeeet!
(so wie “düt düt”)
Fotos habe ich auch gemacht. Z.b. von seiner ersten Fahrt im Karussel (hätte nicht gedacht, dass er tatsächlich sitzen bleibt, wenn das Ding losgeht) aber er fands gut. Er wär sogar noch weitergefahren, aber wir wollten weiter. Auf dem Rückweg ist er aber nicht noch mal rein
Kinder soll einer verstehen!
Joa. Das wars erst mal von mir. Ab Dienstag werde ich wohl abendlich online sein und dann gehts hier auch weiter
Lieben Gruß