Sonntagsfrühstück

Gemeinsam mit dem Kind hab ich heute eine neue Darreichungsform unseres geliebten “Bacon&Egg” Frühstücks probiert 🙂

Man nehme vier Scheiben Toastbrot, erwas Bacon, drei Eier, Reibekäse und Salz, Pfeffer, Paprikapulver. Die Eier werden mit den Gewürzen verquirlt und gerecht verteilt.  Dann ne Prise Käse drüber und ab in den Ofen bis sich das Ei nach oben wölbt und fest ist.

Die abgeschnittenen Toastränder müssen aber nicht in die Tonne, sondern sind getoastet mit einem Dip auch suuuper zu genießen.

Der Dip ist aus Creme fraiche, Gefrorenem Bärlauch, Schnittlauch vom Balkon sowie Salz und Pfeffer. 

Wir sind sehr zufrieden heute 🙂

Alltagsrucksack mit Geheimfach

Man schleppt immer ganz schön viel mit sich rum, doch wenn man sich minimiert, fehlt garantiert etwas Entscheidendes. Umhängetaschen gehen aber enorm auf die Schulter und so an-die-Schulter-hänge-Taschen sind nicht gut für die Wirbelsäule, da man dann ständig schief läuft. Die Konsequenzen beider Tragevarianten musste ich schon spüren und hab deshalb intensiv über einen Rucksack nachgedacht. An sich hab ich einen tollen aber der ist zu groß. Und noch was stört mich enorm an Rucksäcken: Die ewige Angst, dass sich jemand ungestört hinten bedient, während man sich durch eine Menge schiebt.

Aber wozu hat man sich das Nähen beigebracht?

Es ist eine Art Seesack-Rucksack. Dass ich ein Fach am Rücken haben wollte, an das nur ich rankomme wenn ich ihn abnehme, war von Anfang an klar. Aber der Rest des Rucksacks war noch unklar. Durch stöbern auf Pinterest sah ich dann einen Seesack und schon stand es fest. 🙂 

Von einer alten Tasche hatte ich auch ne coole Schließe aufgehoben. Deren rote Farbe passt zwar nicht ganz aber blättert ohnehin schon ab. Der Reißverschluss endet bei der Schließe, so dass ich hoffe, dass man ihn nur mit Gefummel aufschieben kann und ich das merke.

Die wichtigen Sachen werden aber hier am Rücken untergebracht sein.

Soweit das grobe, Details will ich später in einem weiteren Beitrag noch schreiben. Er sitzt jedenfalls super gut (inkl. gepolsterten Trägern). Ich bin total glücklich 🙂 Es ist etwas, dass richtig durchdacht und auf meine Bedürfnisse hin entworfen wurde 🙂

Und er ist grün 🙂

Verlässlich

Ihr kennt das. Man hat keinen Grubd zu meckern, sieht sich aber trotzdem nach besserem technischen Gerät um. Si gehts mir mit meiner sehr verlässlichen Maschine, die bisher alles mitgemacht hat. Das Liebäugeln  ist wie das eines VW-Fahrers, der um die neusten Audis schleicht… nun ja.

Wenn ich aber sehe, wie mühelos mein Nähmaschinchen durch 7mm Filz + Gurtband tackert, bin ich jedenfalls wieder verliebt 🙂

Toxisch

Die letzten Tage habe ich damit verbracht mein Schlafzimmer zu renovieren und jetzt darf (soll; zu viel Kram) nicht mehr alles zurück, ich miste also aus. Es ist schwer sich von Dingen zu trennen, die einen hohen ideellen Wert haben, aber manchmal ist Platz einfach wertvoller.

Jedenfalls vielen mir dabei auch Dinge aus langer Vergangenheit in die Hände, zum Teil auch Dinge einer eher dunklen Epoche meiner Vergangenheit. An sich haben sie einen hohen ideellen Wert. Sie symbolisieren Zeiten in denen ich etwas glühend veehrte, voller Hingabe betrieb, alles tun wollte um einem bestimmten Bild zu entsprechen. 

Diese Dinge sind toxisch. Allein das alles noch stehen zu haben (in einer Kiste) ist wie eine Schachtel Gift. Ich hatte eine schöne Kindheit, aber die aufgehobenem Dinge stehen nicht (gänzlich) dafür. Es ist schwierig zu erklären; ich fühle mich diesen Dingen verbunden aber sie erinnern mich auch immr gleichzeitig an alles was falsch lief. Das sickert sich dann so ein und zieht mich runter; allein diese Kiste stehen zu sehen.

Darum muss sie weg. Sicher braucht auch nicht jede Erinnerung ein materielles Gegenstück

Das Hochzeitsgastkleid

Zum letzten MeMadeMittwoch vor der Sommerpause hab ich es leider nicht mehr geschafft, aber das soll mich nicht davon abhalten mein Hochzeitsgastkleid für die Hochzeit meiner lieben Cousine zu zeigen 🙂

Das mit dem Kleid war kurz vorher noch ein Drama in drei Akten. Nachdem das Kleid fertig war fuhr ich noch einmal beruflich weg und ließ das Kleid von der Oma waschen. Zurück zu Hause dann der Schock: das Kleid war sowohl verfärbt, als auch zerrissen. :O

Denn weil mir das dunkelblaue Leinen als vorgewaschen verkauft wurde, wusch ich es nicht extra vor, sondern vernähte es direkt mit dem hellgrauen Vogelstoff (Tauben, keine Schwalben … mhpf). Beim waschen färbte er aber dennoch extrem und das hellgraue Leinen nahm die Farbe dankbar an. Glücklicherweise gleichmäßig… so war es nicht direkt was für die Tonne, was die größte Katastrophe gewesen wäre.

Mit dem leichteb lila musste es sich also leben lassen. Was mich jedoch wirklich verzweifeln ließ waren die gerissenen Nähte an der Schulter, dem hinteren Beleg und den verdeckten Nahttaschen. Fehler Nummer 2 war nämlich, dass ich an besagten Stellen die Nahtzugabe ganz kurz zurückgeschnitten hatte und das macht man bei Leinen besser nicht…

In meiner Not habe ich dann alles schön unprofessionell enger genäht. Es war dann okay, von meiner mühevoll sauberen Arbeit war dann aber nicht viel übrig. Drama!

Ungeübte Augen sehen sowas glücklichweise nicht und ich hab mich beherrscht es jeden zu erzählen. Auch mit dem Wissen um die Fehler ist es an sich ein sehr schönes Kleid. Die Frage ist allerdings, ob ich es wirklich oft anziehe. Ich kann die Fehler nicht ausblenden und selbst wenn ich das lilafarbene im Oberteil noch akzeptieren kann, sieht mir das Rockteil durchs sog. ausbluten aber fleckig aus. Seufz

Davon abgesehen sitzt es aber guz und das Leinen trägt sich sehr angenehm

Was ist das?

Ich muss mir merken immer auch die Blätter mitzufotografieren. Unter diesen Doldengewächsen gibt es so viel Vielfalt, dass man sie so echt kaum bestimmen kann. Nun ist also die Frage, ob ich hier eine wilde Möhre gefunden habe oder ob es sich um eine andere mutierte Pflanze handelt?

Wisst ihr was? 🙂

RGB vs. Tuschkasten

Ich muss mich mal grad freuen über diesen Beitrag hier: Unterschied ziwschen CMYK und RGB.

Wer also schon immer mal wissen wollte, warum Blau und Gelb Grün ergeben und bei CMYK dann aber plötzlich Gelb, wo man doch gelernt hat, dass Rot, Blau und Geld Grundfarben sind, die man durch Mischen (im Tuschkasten) nicht erzeugen kann, der wird sich dort gut aufgehoben fühlen 🙂

 

MMM: Karokleid

Schon Ewigkeiten ist es her, seit ich mal was beim MeMadeMittwoch gezeigt habe. Dabei schaue ich doch selbst so gerne vorbei und bin durchaus nicht faul was das nähen angeht (so es die Zeit zulässt). Egal, heute hab ich was zu zeigen 🙂 Und dafür hab ich dann auch 5 Stunden (!) damit verbracht, mich endlich in mein WordPress einzuloggen. :O

karokleid

Das Kleid ist aus fein gewebter Baumwolle, die ich mal beim Möbelschweden erstanden hab und lange streichelte. Leider leider gibt es inzwischen davon nichts mehr, denn ich hätte den Rock gerne noch etwas länger gehabt. Ich hab bis auf einen kleinen Fitzel komplett die 2,5m aufgebraucht. Noch dazu eine Prämiere, denn es ist mein erstes Webwarenkleid überhaupt!

Der Schnitt ist Simplicity 2217 und ich habe wahnsinnig viel verländert. Fangen wir mal an:

Das Oberteil an sich ist Original. Das war auch der Grund warum ich das Kleid unbedingt haben wollte. Meine Cousine heiratet nämlich dieses Jahr und ich habe dieses Kleid im Kopf. Es soll aus grüner Dupionseide sein und ich habe wahnsinnig Angst es zu versauen. Daher dieses Probekleid. Der Ausschnitt und wie es fällt, gefällt mir sehr gut.

Die Ärmel sind allerdings Flügelärmel oder auch Tulpenärmel (Pinterest Link). Da die Bewegungsfreitheit zunächst trotzdem eingeschränkt war, habe ich oben eine Kellerfalte gelegt. Das formt außerdem die Armkugel schön, finde ich.

tulpenaermel

Für das Mittelstück (Gürtel, Bauchbinde… mit fällt gerade der passende Name nicht ein) habe ich den Stoff vorne in Falten gelegt. Durch den Zug des Rocks springen die Falten auf, was einerseits gewollt war und andererseits… Beim grünen Hochzeitsgastkleid werde ich den Stoff ganz einfach nehmen oder die Falten über die gesamte Länge festnähen.

Der Rock ist im Original schmal, was bei mir aber nicht so gut aussieht, daher der Faltenrock. Ich hatte noch 1,12m x 1,50m an Stof übrig, also habe ich ihn noch mal geteilt und die 1,5m jeweils in so viele Falten gelegt, dass die Breite erreicht wurde. Das Kleid wäre schöner, wenn es noch länger gewesen wäre aber ich weiß nicht, wie ich das hätte hinkriegen sollen. In meinem Kopfkleiderschrankkleid sind auch Kellerfalten drin; irgendeinen Tod musste ich sterben. Mit der Leggins gehts aber.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Der Stoff ist toll, ich finde mich damit schön und ich habe mir wirklich Mühe gegeben. Ich habe sogar noch ein Probeprobeteil vom Oberteil gemacht um auszutesten was geht.
Und vor allem: Webware. Ein Angstgegner. Letztes Jahr heiratete mein lieber Bürokollege und Freund und da musst es auch unbedingt was selbstgenähtes sein. Ich habe zwei Kleider aus Webware begonnen und es hat nicht gepasst. Am Ende habe ich leicht stretchiges verarbeitet und wurde pünktlich zum “wir müssen uns jetzt fertig machen” fertig :O
Das ist eine Story für einen nächsten Post 🙂

Damit gebe ich den Staffelstab ab zum MMM, wo heute wieder viele tolle Menschen ihre selbstgenähten Sachen zeigen.