Es ist schon aufgefallen

Endlich sagts mal noch jemand.

Schon 2009 ereiferte ich mich darüber, dass manche Schreiberlinge derart geschwülstig daherschreiben, dass der Inhalt völlig untergeht, ja nicht mal mehr herauszulesen sei:

[…] Der Schreiber muss ein ergebener Anhänger des kunstvollen Schreibens sein. Er gibt sich dem Wort völlig hin, schafft Wolkengebilde aus Buchstaben und kreiert ansehnliche Wortgärten.
Leider leidet der Inhalt völlig darunter, gerät sogar derart ins Hintertreffen, dass ich am Ende nicht wirklich verstand worum es ging […]

Und jetzt bringt es Fabian Baumann mit seinem Artikel “Und jetzt noch mal auf Deutsch” richtig schön auf den Punkt:

[…] ein Plädoyer dafür, seine Gedanken so verständlich als möglich auszudrücken, anstatt inhaltliche Schwächen mit pseudo-intellektuellem Geschwätz zu verschleiern. Denn leider scheint es im deutschsprachigen Feuilleton doch oft so zu sein: Je anstrengender ein Artikel zu lesen ist, desto weniger hat er zu sagen.

Jetzt muss das bei den Feuilletonisten-Kaisern in ihren gewaltigen neuen Wortkleidern nur noch ankommen.