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wenn ich mal wieder kreativ geworden bin

Selbstgemachter Weihnachtskalender

Ja, Weihnachten ist grad vorbei und damit sowohl outdated, als auch nicht strategisch das jetzt zu posten, aber sonst mache ich das die nächsten Jahre noch nicht 😀
Vll. ist es jetzt aber doch gar kein schlechter Zeitpunkt, weil jetzt bald wieder die Weihnachtsstoffe runtergesetzt werden – falls jemand das nachmachen möchte 🙂

Johann hat schon seit einigen Jahren seinen Weihnachtskalender, der auch jedes Jahr wieder herausgeholt und befüllt wird. Oha, seit 2012 hat er ihn schon: Adventskalender
Seit drei Jahren machen wir das so, dass er vier Lego-Figürchen zufällig in die Stiefelchen verteilt bekommt und an den restlichen Tagen je eine Süßigkeit.

Weihnachten 2016 wollte ich auch gern einen Weihnachtskalender haben. Bei uns auf dem Weihnachtsmarkt gibt es ein paar Stände mit polnischen Waren, u.a. auch solchen großen Pralinen, die wie Bonbons eingepackt sind. Ich liebe sie…

Zunächst habe ich mir im Baumarkt solche “Tannen”-Girlanden besorgt und 24 Knöpfe daran verteilt.

Und dann einfach kleine Säcke nähen, die oben einen Bundzug haben aus ganz schmalen Satin(?)band haben. Dieser funktioniert sowohl als Verschluss, als auch als Aufhängung. Die kleinen Säcke sind 10cm breit und 11cm hoch.

Die Zahlen sind einfache ausgestanzte Plättchen, die ich auf Amazon gekauft hatte.

Tja und dann habe ich meinen Kalender mit den erwähnten Bonbons befüllt und in der Stube aufgehangen. Und zwar haben wir beim Durchgang zur Küche eine kleine Gardinenstange mit einem Vorhang gegen den ewigen Durchzug. In Verbindung mit einer weiteren solchen Girlande und einer Lichterkette sieht das sehr festlich aus 🙂

Erdbeershirt

Meine liebste Freundin bemerkte letztens, dass ich sehr oft auffällige Muster trage und ja, genau das braucht mein Leben 🙂 Farbe und Freude.

Das Erdbeershirt ist nach einem eigenen Schnittmuster. Den Basisschnitt habe ich mal von einem gern getragenen Shirt abgenommen und noch gut 6+cm verlängert. Es hatte außerdem Kugelärmel, doch jetzt ich mal Lust auf Raglanärmel und muss sagen, die Anpassung ist echt easy. (Nach dieser Anleitung)

Kleiner Tipp: Darauf achten, dass die aufeinander treffenden Stoffseiten die gleiche Länge haben 🙂

PowPowJuna

Wenn ich schon dabei bin einen Artikel zu bloggen, kann ich auch gleich alles andere bloggen, was mir auf dem Herzen liegt 🙂

Letztes Jahr nähte ich für den Winter mehrere Pullover mit hohem Kragen zum einkuscheln, dieses Jahr steht mir der Sinn zusätzlich noch nach Jacken. Ich streichele da auch schon seit zwei Jahren einen tollen Stoff… 

Jedenfalls hab ich mich nun herangewagt, in einer Art Sew Along mit meiner liebsten Freundin, die ich erfolgreich angefixt hab 🙂

Das obige Schnittmuster ist die PowPowJuna. Geändert habe ich jedoch die Kaputze und damit zusammengehörig den Ausschnitt. Die Kaputze kommt vom Schnitt Missy. Imho auch das einzig verwendbare an dem Schnitt (großes sorry aber ich hab mich so geärgert, am Ende schreib ich auch warum).

Der obere Stoff ist hauchzartes Mindgrün als Steppstoff,  darunter anthrazitfarbener Sweat. Erst hab ich mir Sorgen gemacht, dass der, trotz Wattierung, dünnere Steppstoff oben zu kalt werden könnte (warme Nieren aber kalter Nacken), die Sorge scheint aber bisher unbegründet. Die Jacke ist soo schön kuschelig. Innen ist ein super schöner Möwenstoff vernäht 🙂

Insgesamt ein Stoffmonster. Da sind bestimmt 3m Stoff drin/dran. Der Reißverschluss hat auch eine unübliche Länge von 90cm.

Lessons Learned:

  • Die Unterteilung der Jacke, also das Verwenden zweier Oberstoffe finde ich sehr gelungen. Das wirkt abwechslungsreich
  • Große Taschen sind toll. Besonders wenn man noch eine Schlaufe aus einem halbierten Haargummi einnäht und dann sein Portemonnaie einhaken kann (hab da einen kleinen Karabiner dran)
  • Das nächste Mal werde ich unten das Bündchen bis zum Reißverschluss machen. Bei Johanns Jacke habe ich es schon gemacht und es sieht besser aus/ kommt meinen Fähigkeiten besser gelegen.

Nun noch ein Wort zur Missy:
Als meine liebste Freundin und ich auf der Stoffmesse in Neubrandenburg waren, gab es da einen Stand mit coolen Stoffen und genähten Designbeispielen nach dem Schnittmuster Missy. Das scheint auch gerade Hip zu sein. Wir uns also Stoff gekauft, Schnittmuster ebenfalls und dann losgelegt… Ergebnis: nicht empfehlenswert.
Ich hab ja schon extra die Hüftkurve angepasst (so ein extremes Stundenglas hat man nur mit Traumkörper) aber der Schnitt sitzt trotzdem sehr spack. Dann fand ich die Ärmel nicht gelungen. Unter der Achsel zu viel Platz und die Ärmel selbst zu eng. Wenn im Schnittmuster selbst auch darauf hingewiesen wird, für die Brustpartie unbedingt Jersey zu nehmen, sollte man auch schon mal stutzig werden.

Ich hab den Pullover also nicht fertig genäht und stattdessen die obige PowPow angefangen.

Und überhaupt noch ein Wort zu Designbeispielen vom Stand: super wattierte Kaputze und dünner Jersey als Körper: wer bitte trägt sowas. Und ich Blödi habs genauso nachmachen wollen… Der Körper wird nun zu einem Shirt und die Kaputze heb’ ich mir für einen anderen Pullover auf.

Und wenn ich schon am Ranten bin: Von einer Handarbeitsmesse hab ich mir eigentlich neuen Input für Handarbeitsthemen erwartet aber leider gabs nur die üblichen Verdächtigen: Nähen, Quilten, Häkeln, Stricken und ein bisschen Scrapbooking. Schade :/

Hoodiejacke im Minecraft-Stil

Diese Jacke wird des Kindes neues Lieblingsstück, sagt er. Was schöneres kann man seiner Mutter, glaube ich, nicht sagen 🙂

Das Schnittmuster ist von einer Kaufjacke grob abgenommen und dann noch mal überarbeitet. Ich habe sowohl die Ärmel asymmetriert (und damit komplett neu konstruiert) (d.h. beim Armausschnitt ist es für eine gute Passform notwendig, dass der vordere Bogen kürzer ist, als der hintere. Denn als Mensch hat man seine Arme ja öfter nach vorne gestreckt) als auch die Kaputze komplett neu gezeichnet sowie den Ausschnitt.

Johann steht nach wie vor total auf Minecraft und grün und schwarz stehen ihm auch hervorragend. Das auf seiner Brust ist ein Slime.

Auf dem Rücken hat er einen stilisierten Creeper. Sein Liebling unter allen Geschöpfen

Damit passt die Jacke wunderbar zum Tshirt, das wir beide schon mal gemeinsam nähten. (Johann hat hierbei gut 70% selbst gemacht 🙂 )

Dass die Jacke so schön gefüttert ist, liegt an der sehr guten Beschreibung für die PowPowJuna, nach der ich mir vor kurzem selbst eine Jacke nähte. Gelerntes also gleich angewandt 🙂

Und zu guter letzt: Das Kind wünschte sich Reißverschlüsse an den Taschen. Vor kurzem hab ich Endlosreißverschlüsse für mich entdeckt, die aber nur in blau. Damit man die nicht so sieht, habe ich sie unter Paspeln versteckt. Das istgar nicht so schwer und auch hier kommt man klar, wenn man schon mal eine PowPowJuna genäht hat 🙂

Zu guter Letzt noch Lessons Learned; was ich ändern würde:

  • Die Ärmel sind einen Tick zu kurz. Beim nächsten Mal verlängere ich den Hauptärmel noch etwas. Die Länge von 6cm für das Bündchen finde ich ganz gut
  • Wenn man eine Kordel einzieht, empfiehlt sich ein kompletter Tunnel, dann hätte Johann auf dem ersten Bild keine grünen Augenränder
  • Die Ösen unbedingt mit einer festen Zwischenschicht befestigen. Ich hatte zuerst nur Vlies angebügelt und dann die Ösen so auf den Stoff gehämmert. “Zum Glück” fielen sie ab, nachdem ich fertig war. Jetzt habe ich veganes Leder dahinter gesteppt und neue Ösen eimgeschlagen. Sieht man zum Glück nur, wenn man nah herangeht.
  • Die Tascheneingriffe ruhig noch etwas größer machen. 11cm hören sich zwar viel an, und Johann kriegt seine Hände auch okay durch aber so zwei/drei cm mehr wären vorteilhafter

Alltagsrucksack mit Geheimfach

Man schleppt immer ganz schön viel mit sich rum, doch wenn man sich minimiert, fehlt garantiert etwas Entscheidendes. Umhängetaschen gehen aber enorm auf die Schulter und so an-die-Schulter-hänge-Taschen sind nicht gut für die Wirbelsäule, da man dann ständig schief läuft. Die Konsequenzen beider Tragevarianten musste ich schon spüren und hab deshalb intensiv über einen Rucksack nachgedacht. An sich hab ich einen tollen aber der ist zu groß. Und noch was stört mich enorm an Rucksäcken: Die ewige Angst, dass sich jemand ungestört hinten bedient, während man sich durch eine Menge schiebt.

Aber wozu hat man sich das Nähen beigebracht?

Es ist eine Art Seesack-Rucksack. Dass ich ein Fach am Rücken haben wollte, an das nur ich rankomme wenn ich ihn abnehme, war von Anfang an klar. Aber der Rest des Rucksacks war noch unklar. Durch stöbern auf Pinterest sah ich dann einen Seesack und schon stand es fest. 🙂 

Von einer alten Tasche hatte ich auch ne coole Schließe aufgehoben. Deren rote Farbe passt zwar nicht ganz aber blättert ohnehin schon ab. Der Reißverschluss endet bei der Schließe, so dass ich hoffe, dass man ihn nur mit Gefummel aufschieben kann und ich das merke.

Die wichtigen Sachen werden aber hier am Rücken untergebracht sein.

Soweit das grobe, Details will ich später in einem weiteren Beitrag noch schreiben. Er sitzt jedenfalls super gut (inkl. gepolsterten Trägern). Ich bin total glücklich 🙂 Es ist etwas, dass richtig durchdacht und auf meine Bedürfnisse hin entworfen wurde 🙂

Und er ist grün 🙂

Verlässlich

Ihr kennt das. Man hat keinen Grubd zu meckern, sieht sich aber trotzdem nach besserem technischen Gerät um. Si gehts mir mit meiner sehr verlässlichen Maschine, die bisher alles mitgemacht hat. Das Liebäugeln  ist wie das eines VW-Fahrers, der um die neusten Audis schleicht… nun ja.

Wenn ich aber sehe, wie mühelos mein Nähmaschinchen durch 7mm Filz + Gurtband tackert, bin ich jedenfalls wieder verliebt 🙂

Das Hochzeitsgastkleid

Zum letzten MeMadeMittwoch vor der Sommerpause hab ich es leider nicht mehr geschafft, aber das soll mich nicht davon abhalten mein Hochzeitsgastkleid für die Hochzeit meiner lieben Cousine zu zeigen 🙂

Das mit dem Kleid war kurz vorher noch ein Drama in drei Akten. Nachdem das Kleid fertig war fuhr ich noch einmal beruflich weg und ließ das Kleid von der Oma waschen. Zurück zu Hause dann der Schock: das Kleid war sowohl verfärbt, als auch zerrissen. :O

Denn weil mir das dunkelblaue Leinen als vorgewaschen verkauft wurde, wusch ich es nicht extra vor, sondern vernähte es direkt mit dem hellgrauen Vogelstoff (Tauben, keine Schwalben … mhpf). Beim waschen färbte er aber dennoch extrem und das hellgraue Leinen nahm die Farbe dankbar an. Glücklicherweise gleichmäßig… so war es nicht direkt was für die Tonne, was die größte Katastrophe gewesen wäre.

Mit dem leichteb lila musste es sich also leben lassen. Was mich jedoch wirklich verzweifeln ließ waren die gerissenen Nähte an der Schulter, dem hinteren Beleg und den verdeckten Nahttaschen. Fehler Nummer 2 war nämlich, dass ich an besagten Stellen die Nahtzugabe ganz kurz zurückgeschnitten hatte und das macht man bei Leinen besser nicht…

In meiner Not habe ich dann alles schön unprofessionell enger genäht. Es war dann okay, von meiner mühevoll sauberen Arbeit war dann aber nicht viel übrig. Drama!

Ungeübte Augen sehen sowas glücklichweise nicht und ich hab mich beherrscht es jeden zu erzählen. Auch mit dem Wissen um die Fehler ist es an sich ein sehr schönes Kleid. Die Frage ist allerdings, ob ich es wirklich oft anziehe. Ich kann die Fehler nicht ausblenden und selbst wenn ich das lilafarbene im Oberteil noch akzeptieren kann, sieht mir das Rockteil durchs sog. ausbluten aber fleckig aus. Seufz

Davon abgesehen sitzt es aber guz und das Leinen trägt sich sehr angenehm