Eve Green

It's not easy being green

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Verlässlich

Ihr kennt das. Man hat keinen Grubd zu meckern, sieht sich aber trotzdem nach besserem technischen Gerät um. Si gehts mir mit meiner sehr verlässlichen Maschine, die bisher alles mitgemacht hat. Das Liebäugeln  ist wie das eines VW-Fahrers, der um die neusten Audis schleicht… nun ja.

Wenn ich aber sehe, wie mühelos mein Nähmaschinchen durch 7mm Filz + Gurtband tackert, bin ich jedenfalls wieder verliebt 🙂

Das Hochzeitsgastkleid

Zum letzten MeMadeMittwoch vor der Sommerpause hab ich es leider nicht mehr geschafft, aber das soll mich nicht davon abhalten mein Hochzeitsgastkleid für die Hochzeit meiner lieben Cousine zu zeigen 🙂

Das mit dem Kleid war kurz vorher noch ein Drama in drei Akten. Nachdem das Kleid fertig war fuhr ich noch einmal beruflich weg und ließ das Kleid von der Oma waschen. Zurück zu Hause dann der Schock: das Kleid war sowohl verfärbt, als auch zerrissen. :O

Denn weil mir das dunkelblaue Leinen als vorgewaschen verkauft wurde, wusch ich es nicht extra vor, sondern vernähte es direkt mit dem hellgrauen Vogelstoff (Tauben, keine Schwalben … mhpf). Beim waschen färbte er aber dennoch extrem und das hellgraue Leinen nahm die Farbe dankbar an. Glücklicherweise gleichmäßig… so war es nicht direkt was für die Tonne, was die größte Katastrophe gewesen wäre.

Mit dem leichteb lila musste es sich also leben lassen. Was mich jedoch wirklich verzweifeln ließ waren die gerissenen Nähte an der Schulter, dem hinteren Beleg und den verdeckten Nahttaschen. Fehler Nummer 2 war nämlich, dass ich an besagten Stellen die Nahtzugabe ganz kurz zurückgeschnitten hatte und das macht man bei Leinen besser nicht…

In meiner Not habe ich dann alles schön unprofessionell enger genäht. Es war dann okay, von meiner mühevoll sauberen Arbeit war dann aber nicht viel übrig. Drama!

Ungeübte Augen sehen sowas glücklichweise nicht und ich hab mich beherrscht es jeden zu erzählen. Auch mit dem Wissen um die Fehler ist es an sich ein sehr schönes Kleid. Die Frage ist allerdings, ob ich es wirklich oft anziehe. Ich kann die Fehler nicht ausblenden und selbst wenn ich das lilafarbene im Oberteil noch akzeptieren kann, sieht mir das Rockteil durchs sog. ausbluten aber fleckig aus. Seufz

Davon abgesehen sitzt es aber guz und das Leinen trägt sich sehr angenehm

MMM: Karokleid

Schon Ewigkeiten ist es her, seit ich mal was beim MeMadeMittwoch gezeigt habe. Dabei schaue ich doch selbst so gerne vorbei und bin durchaus nicht faul was das nähen angeht (so es die Zeit zulässt). Egal, heute hab ich was zu zeigen 🙂 Und dafür hab ich dann auch 5 Stunden (!) damit verbracht, mich endlich in mein WordPress einzuloggen. :O

karokleid

Das Kleid ist aus fein gewebter Baumwolle, die ich mal beim Möbelschweden erstanden hab und lange streichelte. Leider leider gibt es inzwischen davon nichts mehr, denn ich hätte den Rock gerne noch etwas länger gehabt. Ich hab bis auf einen kleinen Fitzel komplett die 2,5m aufgebraucht. Noch dazu eine Prämiere, denn es ist mein erstes Webwarenkleid überhaupt!

Der Schnitt ist Simplicity 2217 und ich habe wahnsinnig viel verländert. Fangen wir mal an:

Das Oberteil an sich ist Original. Das war auch der Grund warum ich das Kleid unbedingt haben wollte. Meine Cousine heiratet nämlich dieses Jahr und ich habe dieses Kleid im Kopf. Es soll aus grüner Dupionseide sein und ich habe wahnsinnig Angst es zu versauen. Daher dieses Probekleid. Der Ausschnitt und wie es fällt, gefällt mir sehr gut.

Die Ärmel sind allerdings Flügelärmel oder auch Tulpenärmel (Pinterest Link). Da die Bewegungsfreitheit zunächst trotzdem eingeschränkt war, habe ich oben eine Kellerfalte gelegt. Das formt außerdem die Armkugel schön, finde ich.

tulpenaermel

Für das Mittelstück (Gürtel, Bauchbinde… mit fällt gerade der passende Name nicht ein) habe ich den Stoff vorne in Falten gelegt. Durch den Zug des Rocks springen die Falten auf, was einerseits gewollt war und andererseits… Beim grünen Hochzeitsgastkleid werde ich den Stoff ganz einfach nehmen oder die Falten über die gesamte Länge festnähen.

Der Rock ist im Original schmal, was bei mir aber nicht so gut aussieht, daher der Faltenrock. Ich hatte noch 1,12m x 1,50m an Stof übrig, also habe ich ihn noch mal geteilt und die 1,5m jeweils in so viele Falten gelegt, dass die Breite erreicht wurde. Das Kleid wäre schöner, wenn es noch länger gewesen wäre aber ich weiß nicht, wie ich das hätte hinkriegen sollen. In meinem Kopfkleiderschrankkleid sind auch Kellerfalten drin; irgendeinen Tod musste ich sterben. Mit der Leggins gehts aber.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Der Stoff ist toll, ich finde mich damit schön und ich habe mir wirklich Mühe gegeben. Ich habe sogar noch ein Probeprobeteil vom Oberteil gemacht um auszutesten was geht.
Und vor allem: Webware. Ein Angstgegner. Letztes Jahr heiratete mein lieber Bürokollege und Freund und da musst es auch unbedingt was selbstgenähtes sein. Ich habe zwei Kleider aus Webware begonnen und es hat nicht gepasst. Am Ende habe ich leicht stretchiges verarbeitet und wurde pünktlich zum “wir müssen uns jetzt fertig machen” fertig :O
Das ist eine Story für einen nächsten Post 🙂

Damit gebe ich den Staffelstab ab zum MMM, wo heute wieder viele tolle Menschen ihre selbstgenähten Sachen zeigen.

Quetzal

Quetzal

Anfang des Jahres starb unser weißer Axolotl und Johann hat daran ziemlich zu tragen. Begraben haben wir ihn im Garten unter dem Pflaumenbaum; einen kleinen Grabstein hat er auch.
Es zieht einem das Herz zusammen, wenn man davor steht 🙁

Weil Johann immer wieder traurig ist, hab ich ihm diesen Quetzal zum kuscheln gehäkelt. Während es Entstehungsprozesses durfte ich keine Pause machen :love:
Nun wohnt also ein Tröster in Johanns Bett und wurde offensichtlich sehr gebraucht (was mir noch mal das Herz schwer macht, wenn ich das so sehe).

Neue Tasche

Was manch einem die Schuhe, sind mir die Taschen. An sich habe ich das (für mich) perfekte Schnittmuster für Taschen schon entworfen aber trotz allem erliege ich immer wieder anderen Schnittmustern und Ideen für Taschen. Der Vorteil einer Tasche in der folgenden Form ist, dass man auch großflächigere Stoffe verwenden könnte. Ich habe noch einen absolut hinreißenden Stoff hier rumliegen und bisher fehlte die zündende Idee. Aber erst mal werde ich diese eine Weile tragen. Die ist nämlich aus mehr als fein:

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Die Schrift und der Fuchs sind durch Stoffmalfarben auf den Stoff gekommen. Zusätzlich ist der Fuchs aus einem selbstgemachten Stempel 🙂
Die Linien sind aus Wolle aufgenähte Fäden. Da gibt es einen Nähfuß für und einfacher gehts echt nicht. Tolle Ergebnisse dank gutem Werkzeug 🙂
Das Schnittmuster nennt sich #chobebag und ist von Elle Puls. Sie hat noch ein paar andere schöne Schnittmuster. Z.b. einen Pullover, der meinem Kind gut passt. Das aber ein andern Mal.

 

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Nailed it: Helferlein

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Nailed it.
Normalerweise komme ich beim Nähen ohne großes Tüdelü aus. Das auf dem Foto zu sehende Nadelkissen war bei der Nähmaschine dabei und lag bisher ungenutzt herum.
Meine Nadeln hab ich immer in der kleinen Plastikbox oder auf dem Boden verstreut, wenn ich sie mal wieder vom Nähtisch gefegt hab.

Vor ein paar Tagen sah ich dann auf Pinterest ein Foto, wo ein(e) User (in) genau das obige gemacht hat. Blöderweise hab ich ausgerechnet das nicht gepinnt; es blieb aber so in meinem Kopf haften.

Wenn ich jetzt also nähe,  kann ich alle Nadeln erst mal ins Kissen stecken. Es ist außerdem eine Hilfe wenn man ständig zwischen Jeans- und Zwillingsjeansnadel wechselt, wie vor kurzem bei einer Jeans-Latzhose.

Ps.: Nailed it sagt man immer dann, wenn man eine (Pinterest) Inspiration erfolgreich für sich umgesetzt hat.

Knopflöcher

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Meistens stehen Nähbücher dann doch in der Ecke aber manchmal lohnt der Blick und zwar wenn es wie hier um Knöpflöcher geht.
Das Buch sagt, man näht erst die Umrandung und schneidet dann das Loch rein. Dafür  kann man den Nahttrenner nehmen.
Jetzt passiert es dann aber doch häufiger als einem lieb ist, dass man dann zu viel Kraft drauf hat und über das eigentliche Ende hinaustrennt. Sehr ärgerlich!
Um das zu verhindern gibt es einen ganz einfachen Trick (steht uch im Buch): man steckt Stecknadeln quer, die als natürliche Barriere jedes überschneiden verhindern.
Juhu 😀

Genähtes

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Diese sind in den letzten zwei Tagen entstanden. Es sind Raglanshirts in 140 für das Kindchen. Mit Nummer zwei und vier (vl) können wir nun sogar im Partnerlook gehen.
Je älter die Kinder werden, um so schwieriger ist auch die Stoffauswahl. Das dritte Shirt z.b. ist so eines, dass durch die “Das trag ich draußen”-Qualitätskontrolle gefallen ist. Eigentlich hatte sich Johann den Stoff sogar selbst ausgesucht aber bald darauf fand er ihn zu kindisch (ein bisschen wundert es mich, dass er die Affen tragen will). Nun ja, dies war das Probemodell für den Schnitt und mit einer passenden Hose wird es zum Schlafanzug.

Ein Probemodell war deshalb notwendig, weil ich schon so oft Kindersachen genäht habe, die dann zu groß (aber unförmig) oder zu klein waren.
Der Schnitt kommt von Burda 151-032013-DL und wenn man die Ärmel und auch den Körper verlängert passt das von der Weite aber sehr gut.