Eben ging es auf Vox in einer dieser Wissensvermittlungssendungen um Käse und zwei verschiedene Herstellungsarten. In einer Geschichte wurde Käse mit sog. Käsemilben angereichert und in der anderen wurde Ziegenkäse äußerlich mit Ziegenurin bestrichen.
Letztendlich war der Milbenkäse der echte Käse. Den gibts wirklich. Ih-! gitt!
Dabei steht im Lexikon der Schädlinge folgendes:
Der Verzehr der Milben kann zu Magen-Darm-Problemen führen. Außerdem können der Kot der Tiere, sowie die bei der Häutung zurückbleibenden leeren Hüllen Allergien auslösen.
Der Urinkäse ist nicht weniger eklig. Die Geschichte wurde ja auch als falsch begrandmarkt, dabei wäre es mir lieber, sie wäre wahr gewesen. Aus folgendem einfachen Grund:
Im Buch “Anfänge stattlicher Lebensmittelüberwachung in Deutschland” heißt es beispielsweise:
Selten verfälscht wurde der Käse. Vereinzelt wurden ihm Mehl, Sträke, Kartoffeln, mineralische Substanzen und fremde Fette zugesetzt. Teilweise wurde Käse in Urin eingelegt, um ihm schnell den Charakter von Reife zu verleihen.
Das lässt mich hoffen, dass der Käse gar nicht erst für den deutschen Handel zugelassen würde. Soll er also schmieren. Aber Käsemilben? Das ist ja sowas von ekelhaft und wäh!