11.30Uhr hatte ich heute mein erstes Bewerbungsgespräch per Telefon und bin gerade ziemlich gedämpft. Habe überhaupt kein gutes Gefühl.
Ja klar, es war ein nettes Gespräch, aber ich glaube ich konnte mich nicht ordentlich präsentieren.
Ich denke zu viel und sag zu wenig. Außerdem konnte ich ihm ein paar Fragen nicht wirklich beantworten. Ich wusste nicht was ein DMS (Document Management System) ist und wusste im ersten Moment auch nichts mit Virtualisierung im Business Bereich anzufangen. Virtuelle Maschinen! Mensch, sag das doch gleich.
🙁 Er wird sich dann in spätestens 14 Tagen melden und mir (evtl. ? ) eine Aufgabe zukommen lassen, die ich dann bearbeite und präsentiere. Ich weiß nicht, ob ich es gut rübergebracht habe, dass ich mich auf die zu bearbeitende Aufgabe wirklich freue, bzw. sie gern lösen werde um mein Können unter Beweis zu stellen…. ich glaubs nicht :X
Passend zu meiner gedrückten Stimmung über all das, was ich wieder nicht gemacht, nicht gesagt, nicht ausgeführt habe, kam eine Absage auf eine andere Bewerbung. Die juckt mich zwar irgendwie nicht so, aber trotzdem doof.
Ich kann mich nicht präsentieren, mich hervorheben. Das ist, als würde ich Theater spielen müssen und so bin ich aber nicht. Möchte nicht als Maskenträger eingestellt werden, sondern als “Eve”. Aber reicht eine “Eve” aus?
Du hattest mich ja um ein Feedback gebeten … Alsoooo 😉 :
1) Du hast hier zwar kein Bewerbungsgespräch im klassischen Sinn gehabt, aber inhaltlich war es wie eins. Und bei einem Bewerbungsgespräch läuft es darauf hinaus, sich so gut wie möglich zu präsentieren und sich damit selbst bestmöglich zu verkaufen. Ehrlichkeit ist hier nur bis zu einem gewissen Grad gefragt, sprich, du darfst nicht lügen (Denn das fällt dir später garantiert irgendwann auf den Kopf), aber solltest dich auch bemühen, die für dich unvorteilhaften Dinge gar nicht so deutlich zur Sprache zu bringen bzw. die Dinge hervorzustreichen, in denen du gut bist.
2) Du solltest dir im Vorfeld unbedingt ein paar gute Antworten auf wiederkehrende Fragen überlegen. Klar ist Schlagfertigkeit hilfreich, aber ich kenne niemanden, der wirklich auf alle Fragen gute Antworten parat hat. Darüber hinaus hilft es dir, dir darüber klar zu werden, wo deine Stärken liegen (und die Dinge zu betonen, die sie haben wollen, meine ich damit nicht, denn das setzen sie sowieso voraus, wenn du dich bei ihnen bewirbst).
3) Je mehr unterschiedliche Bewerbungen du durchläufst, desto besser wirst du lernen, mit den Gesprächen als solches klar zu kommen. Es kommt auch nicht darauf an, wieviel du dabei redest, sondern was du zu sagen hast. Dein Gegenüber will einfach nur herausfinden, wie gut du zur Firma passt, denn deine fachliche Qualifikation steht normalerweise bereits außer Frage, wenn du es in ein Gespräch schaffst 😉 .
4) Dein Gegenüber ist nicht dumm, wenn du also nicht wirklich überzeugend rübergebracht hast, dass du diese Aufgabe (Programmieraufgabe?) lösen willst, dann wird er es merken. Siehe Punkt 1 und sich präsentieren 😉 .
Fazit meines Sermons 😉 : Du musst dich unbedingt vorher auf solche Gespräche vorbereiten, je weniger Routine du dabei hast, desto mehr Zeit solltest du dir dafür nehmen. Niederschreiben empfehle ich dir, wenn du dir leichter tust, auf den Punkt zu kommen beim Schreiben, ansonsten genügt es auch, dass du dir das überlegst und im Kopf die Dinge behältst, die du loswerden willst.