Microsoft Arc

Vor ein paar Tagen wurde ich von der Agentur Edelmann angeschrieben, ob ich nicht ein paar Produkte aus dem Hause Microsoft testen wolle. Einen Beitrag darüber zu veröffentlichen war nicht Bedingung, und so sagte ich zu. Warum ich jetzt darüber berichten werde liegt auf der Hand: ich möchte meine Erfahrungen teilen.
Heute kam ein großes Paket an, in dem sicher verpackt eine Tastatur, eine Maus und eine Webcam zu finden waren. Es handelt sich um das Microsoft Arc keyboard, die Microsoft Arc mouse sowie die Microsoft LifeCam HD-5000
Die Webcam werde ich jetzt erst mal außen vor lassen, weil ich krank bin und meinen Anblick über Cam nicht ertragen könnte 😆

Tastatur

Das Unboxing war eine schöne Sache. Verpackung war hier nicht nur notwendiges Drumherum sondern Stilmittel. Was ich besonders schön fand, war die Tatsache, dass den beiden kabellosen Elementen (Funkmaus und -tastatur) jeweils kleine Batterien beigelegt waren (im Lieferumfang enthalten), so dass ich direkt loslegen konnte. Wie man später auf dem Bild zur Maus noch sehen wird, haben Maus und Tastatur jeweils ganz kleine Empfänger, die man in die USB-Buchse steckt. Ich glaub ich wäre vor Freude umgekommen, wenn zusätzlich ein kleiner 2-USB-Hub dabei gewesen wäre, um nur einen Port am Notebook zu verbrauchen, aber ich werds auch so überleben 😀

Kommen wir zu meinen ersten Eindrücken. Erste Eindrücke deshalb, weil ich mir überlegt habe, beide Sachen mit auf Arbeit zu nehmen. Dort werde ich den ganze Tag damit zugange sein und kann beides einem “harten” Praxistest unterziehen ^^

Installation
Die Installation bestand darin, die kleinen Empfänger jeweils in einen USB-Port zu stecken. Ich nutze Windows 7 und die Suche nach Gerätetreibern ging reibungslos von statten. Extra Software in Form einer CD o.ä. lag nicht bei.
Tastatur
Es hat mich irritiert, dass nach der Mausinstallation der Rechner neu gestartet werden wollte, wohingegen die Tastatur einfach funktionierte. Die Maus funktionierte auch so, aber ich kam der Aufforderung nach ^^ Überrascht hat es mich ehrlich gesagt nicht, dass muss sich Microsoft gefallen lassen ^^

Tastatur
Tastatur
Wie man sieht ist meine Tastatur stylisch weiß mit gelbgrünen Buchstaben. Die Unterseite hat komplett diesen Farbton. Die Tastatur ist nicht glatt, sondern ergonomisch gebogen. Sie hat die Größe einer normalen Notebooktastatur. Dementsprechend gibt es auch eine Fn-Taste für Sonderfunktionen, ein “extra” Ziffernblock gehört nicht dazu. Find ich aber nicht so schlimm, weil ich den als Linkshänder sowieso unangenehm zu benutzen finde. Wär evtl. cool, wenn man sowas als Extra passend von Microsoft dazukaufen könnte, dann muss da aber unbedingt ein kleiner USB-Hub beiliegen 😀
Gewöhnungsbedürftig für mich ist, dass die Tasten teilweise etwas anders sind (so wie Bild hoch, runter, Pos1, Ende usw). Schade finde ich, dass es keine Pause-Taste gibt (Win+Pause öffnet den Gerätemanager, also kann ich diesen Shortcut schon nicht nutzen) und keine, um ein Kontextmenü zu öffnen. Gut finde ich aber, dass es die Pfeiltasten gibt, reduziert auf einen Button, den man an der jeweiligen Seite drückt. Ansonsten haben alle Tasten zueinander ausreichenden Abstand und eine angenehme Größe.
Und nun das wichigste: das Schreibgefühl. Und das ist geil.
Der Anschlag ist leicht und leise; die Tasten federn leicht zurück.

Um die Tastatur mit sich herumschleppen zu können, gibt es auf der Rückseite der Tastatur eine kleine Ausbuchtung, in der der Empfänger hineinpasst. Außerdem lag eine schwarze Tasche aus einem etwas robusterem Material bei, um die Tastatur zu schützen.

Maus
Tastatur
Bei der Maus dagegen lag ein Wildledertäschchen bei. Erst hab ich gedacht “äh, die Maus passt ja gar nicht richtig rein”, bis ich vorhin gesehen hab, dass man die Maus zusammenklappen kann. Der erklärt auch den “Luftbogen” im Design. Zusammengeklappt kann man die Maus übrigens nicht benutzen ^^ Nur mal der Vollständigkeit halber.
Sie ist etwas kleiner als meine Vivanco Red Velvet, ist aber groß genug um bei längerer Benutzung nicht unangenehm zu sein. Sie hat nur zwei Tasten + Mausrad. Wenn ich allerdings denke, dass ich sie mit auf Arbeit nehme, wo meine derzeitige Maus gleichsam ausgestattet ist, find ich das okay. Auch wenn man diese Maus vorrangig mobil nutzt, sind fehlende Sondertasten verschmerzbar.

Was gibt es noch zu sagen? Die Tasten der Maus tippern sich leicht. Dagegen ist das Mausrad etwas schwergängiger und was mich im Gegensatz zu meiner “alten” Maus nervt: es ist lauter. Es klickert beim drehen. In der Totenstille eines konzentriert arbeitenden Büros könnte es vll. auffallen ^^ ich werd das mal beobachten.

Joa, das war jetzt sehr ausführlich. Da ich nächste Woche noch zu Hause krankgeschrieben bin, wird ein weiteres Resümee jetzt noch etwas auf sich warten lassen. Bisher bin ich jedenfalls sehr positiv eingestellt. Von der Tastatur mehr als von der Maus, aber das macht ja nichts.
Vielen Dank daher an die Agentur Edelmann, dass sie mich angesprochen und gefragt haben :ja:

5 Comments

  1. Tux2000 says:

    Zwei Empfänger? Was für ein dämliches Design! Jeder Billigst-Desktop vom Discounter kommt mit einem Empfänger aus.

  2. @Tux na ja, je einen Empfänger für Maus uns Tastatur, die nicht im Bundle verkauft werden, sondern jeweils einzeln erhältlich sind
    Die Desingfrage ist ähnlich dem Geschmack schwer streitbar ^^ die Tastatur finde ich z.b. sehr hübsch und die Maus macht sich bisher auch ganz gut

  3. Heiko says:

    @Tux2000
    Deinem Namen entnehme ich, dass du eher Linux-Anhänger bist. Als solcher neigt man ja häufig zu Vorurteilen gegenüber Microsoft (geht mir ja nicht anders*g*).
    Dass die beiden Artikel jedoch separat angeboten werden und somit auch 2 Empfänger besitzen, kann man sich anhand von Eve’s Artikel allerdings denken. Gut man hätte das ganze so konzipieren können, dass zwar jedes Gerät mit einem eigenen Empfänger geliefert wird, diese aber untereinander kompatibel sind, so dass man nur einen betreiben muss. Aber mal ganz ehrlich… welche Firma macht dergleichen schon? Schließlich ist sowas ja auch eine Kostenfrage.
    Was das Design angeht, kann man echt nicht meckern. Sieht sehr hübsch aus. Und allgemein muss ich sagen Microsoft hat sehr schöne Designs, das muss man denen mal lassen (Sieht man mal von einigen Fehltritten ab… Ich sag nur Teletubby-Land XP 😀 ).

  4. Tux2000 says:

    Sorry, ich hab mich mißverständlich ausgedrückt: Ich halte die Design-Entscheidung, für Maus und Tastatur zwei getrennte Empfänger zu verwenden, für ziemlich blöd. Über das Aussehen oder die Form vom Maus und Tastatur wollte ich keine Aussage machen.

    Zwischendurch hab ich nochmal überlegt, dass u.U. beide Empfänger mit beiden Geräten klarkommen könnten. Ich würde spaßeshalber nur mal einen Empfänger anschließen, ggf. das Pairing (falls nötig) neu starten, und sehen, ob auch mit einem Empfänger beide Geräte funktionieren.

    Was MS-Bashing angeht: Klar, mache ich gelegentlich auch ganz gerne. Aber mittlerweile bin ich der Meinung, das man einfach jeweils das passende Werkzeug für den Job benutzen sollte. Bei mir ist das oft Linux und oft Perl, weil mir beides wenig im Weg steht. Für manche Jobs ist ein Microsoft-Produkt aber schlicht besser geeignet.

    Ich hab neulich übrigens auch eine Teststellung von einem MS-Funkdesktop erhalten, da sind Tastatur und Empfänger mit Pauken und Trompeten durchgefallen, und auch die Maus hat sich in keinem Punkt gegen eine einfache, kabelgebundene USB-Leuchtmaus durchsetzen können.

    Was das Aussehen angeht, kommt bei mir ganz schnell eine einzige Frage auf: Will ich das Ding ausstellen und bewundern oder will ich damit arbeiten? In letzerem Fall steht das Aussehen sehr weit hinten, zunächst muß das Produkt funktionieren und darf mir nicht im Weg stehen. Wenn es dann noch gut aussieht, gibt es vielleicht einen Bonuspunkt.

    Der Desktop ist bei mir übrigens u.a. wegen einer spiegelnden Verzierung durchgefallen, die ständig die Deckenbeleuchtung reflektiert und mich geblendet hat. Außerdem eine Shift-Taste, die so “klebrig” ist, dass man fast ständig zwei Großbuchstaben am Wortanfang hat, eine Leertaste, die so lärmt, dass man befürchten muß, dass die Tastatur auseinander bricht, und auf allen anderen Tasten ein Anschlagverhalten wie ein nasser Schwamm, ohne jede Rückmeldung, ob man den Kontakt geschlossen hat oder nicht. Auf der Tastatur habe ich in fast jedem Wort irgendwelche Tippfehler gehabt.

    Es gab auch ein paar positive Punkte (zu denen das Design übrigens nicht gehörte), die sind aber im den technischen Mängeln derartig untergegangen, das ich den Desktop nach zwei Tagen vorzeitig wieder rausgeschmissen habe.

    Danach habe ich mal meine Preisvorstellung und die des Teststellers miteinander verglichen, und siehe da, ich lag nur um Faktor 10 daneben. 😉 Der Teststeller wollte um die 200 Euro sehen, ich hätte für den Schrott mit sehr viel Mühe nicht mehr als 20 Euro gegeben.

    Tux2000

  5. […] knapp über zwei Jahren bekam ich drei Microsoft Devices (Tastatur, Maus und HD Webcam) quasi geschenkt und es ausgiebig zu […]

Comments are closed.