Die Uhr

Manche Menschen haben ausgeprägte Gesellschaftsschwächen.  Sei es die Lese-Rechtschreibschwäche, die besonders unter Frauen sehr ausgeprägte Rechts-Links-Schwäche oder in meinem Fall außerdem die Schwäche, die Uhr zu verstehen.
Wenn ich nur wissen will, wie spät es gerade ist, brauche ich eine Digitaluhr. Auf einer Analogen brauche ich gefühlt Minuten um zu begreifen, was die Stunde schlägt.
Schlimm wird es, wenn es um Zeitabstände geht. Da hilft keine Uhr mehr, sondern nur angestrengtes Nachdenken bei voller Konzentration.
Trotzdem passiert es oft, dass ich mich total vertue.

Kennt ihr das? Woher kommt das?
Mir hilft, wenn mir präzise Zeiten (digital) angegeben werden.

Das klingt jetzt vermutlich schlimmer, als es ist. Ich bin nicht dauernd zu spät. Pünktlichkeit ist mir sehr wichtig. Aber gegen falsch denken ist noch kein Kraut gewachsen und es ist gemein, wenn dadurch liebe Menschen in der Kälte warten müssen. Seufz.

3 Comments

  1. Joerg says:

    Hallo, das kann eine Form der Dyskalkulie sein, aber ich bin da kein Experte. Eher selber Betroffener der Legasthenie. Was habe ich mich in der Schule gequält, bis ich auf einen Deutschlehrer traf der Verständniss hatte, ich durfte dann als einziger meine Aufsätze Zuhause scheiben. In die Schule wären sie eh nie fertig geworden. Als ich mir meinen erstem Computer leisten konnte (mit Win3.1), war das eine Befreiung, man konnte ja Wörter immer wieder verbessern.
    Du kannst ja mal einen Test machen eine Uhr mahlen: Nur den Kreis und die Ziffern ohne weitere Hilflinien zeichnen, ohne darüber lange nachzudenken. Sind alle Ziffern an der richtigen Stelle?

  2. Hallo Jörg,

    ja der Test wäre erfolgreich. Die Uhr an sich kenne ich, nur mit den Informationen kann ich nicht immer was anfangen, oder missinterpretiere sie.
    So ist “halb acht” bei mir grundsätzlich erst mal “08.30 Uhr”. Damit kann man schon mal gar nicht pünktlich sein. Meist fällt es mir dann noch selbst auf, aber besser, man sagt mir gleich die konkrete Zahl.
    Theoretisch kenne ich auch die mathematischen Regeln und wenn ich mich konzentriere (und meine Finger zu Hilfe nehme), kann ich Zeitabstände auch berechnen. Aber es ist halt kein bisschen intuitiv und vor allem dann fehleranfällig.

  3. Joerg says:

    Hallo Evelyn gerde das mit dem Abzählen an den Fingern spricht für eine Dyskalkulie, aber das hast Du sicher nachgelesen. Es gibt schlimmeres im Leben, an manches gewöhnt man sich oder lernt damit umzugehen.

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