Schaue grad “Raus aus dem Messie-Chaos”. Die Sendung ist gar nicht so herabsetzend, wie ich dachte. Für gefährlich halte ich sie dennoch: Die Protagonistin Ursula ist hochgradig vereinsamt und findet durch die Moderatorin Nada neue Hoffnung.
Ihr Partner wird nur deshalb vom neuen sammeln abgehalten, weil die Moderatorin sich durchsetzen kann. Das kann die arme Frau nicht.
Wenn die Sendung vorbei ist, ist die Frau wieder alleine und ihr Kerl fängt an zu sammeln, ohne das sie was tun kann. Messie-sein ist eine Krankheit. Seine Einsicht kann keine grundlegend das Leben verändernde sein.
Makulatur statt echter Veränderung.
Ps.: Am Ende klingt der Günther ja sehr Einsicht und voller Zuversicht. Ich hoffe so sehr, dass sie es schaffen.
Ja hab ich auch gedacht. Nada hat “erste Hilfe” geleistet. Zu lernen, selber auszusortieren haben sie zum Teil ja gemacht, das ist ja oft auch befreiend. Also der Ansatz ist da. Und jetzt können sie ja auch ab und zu jemanden einladen, das spornt auch an. Zumindest haben sie einen Neuanfang.
Ich muß zugeben, ich kenne diese Sendung nur vom Durchzappen, aber ich nehme sehr stark an, dass das wieder mal 90% Fake ist. “Doku-Soap” (sprich: Drehbuch-Theater im Reportage-Look) mit angeknacksten Personen, denen mal mal eben die Bude ausmistet und ein wenig Heile-Welt-Theater. Das Messie-Syndrom ist eine ernsthafte Erkrankung, die kann man nicht mit Ausmisten und etwas pseudo-psychatrischem Gelaber kurieren.
Tux2000