
Was stand denn diese Woche an?
Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider
Ich hatte diese Woche zwei Weihnachtsfeiern (Di und Fr) und vor ein paar Wochen hatte ich mir überlegt, ob ich es denn nicht schaffen könnte, das Weihnachtskleid schon bis dahin fertig zu kriegen. Nachdem ich zum letzten Mal das grüne Probekleid zeigen konnte, wollte ich es zum Dienstag in der Weite und länge begradigen und anziehen. Doch es kam ganz anders. Denn während ich so das Kind in den Schlaf kuschelte hatte ich die fixe Idee: “Ne es muss das grüne Glitzer-Flausch-Kleid sein!” Also bei erster Gelegenheit aus dem Zimmer geschlichen und unter Hochdruck sowohl das Schnittmuster angepasst, als auch alles zugeschnitten und zusammengenäht.
Ich habs geschafft! Bis halb zwei in der Nacht hab ich gesessen und dann nur zwei Säume nicht geschafft, die ich noch morgens vor der Arbeit fertignähte.
Aber, meine Lieben: Nicht empfehlenswert. Ich wollte es so unbedingt und bin mit dem Ergebnis auch (fast) absolut zufrieden aber gesund war das nicht. Ich war den Tag danach ein bisschen zitterig, weil neben dem ganzen anderen Stress das noch obendrauf kam.
Doch noch mal langsam von vorne (Fotos hab ich aufgrund meines angestrengten Wuselns vom Entstehungsprozess nicht gemacht)
1. Das Schnittmuster
Der Simplicity-Schnitt war ja zu groß und hatte insgesamt zu viele Spielereien, die man mit dem Strick eh nicht sehen würde und habe hier also reduziert. Um das mit der Größe hinzukriegen habe ich mich an meinem inzwischen sehr bewährten Hoodiekleid bedient. In der letzten grünen Version des Hoodiekleides hatte ich eine Brustrundung eingeführt und damit dann auch hübschere Tascheneingriffe hinbekommen)
Hierzu pauste ich die benötigten Teile bis zur Unterbrustlänge ab. Die Rockteile sind original Simplicity geblieben. Doch auch die Ärmel sind vom Hoodiekleid, was an sich nicht viel macht, sind beide Schnitte im Prinzip ein sog. Raglanschnitt.
2. Das Zuschneiden und Nähen
Zum Zuschneiden ist nicht viel zu sagen ^^ Ich hatte glaube 3m Stoff gekauft und es ist auch mehr als 1m übrig geblieben. Mal sehen was daraus dann noch wird, denn der Stoff ist toll. Er ist so weich und flauschig (man sollte aber besser glatte Hände haben und Krümel bleiben auch sehr gern haften) und trotz großem “Kastenausschnitt” war es angenehm warm darin. Auch – bei derzeitigen noch moderaten Temperaturen – war es draußen nur mit Strumpfhose ganz gut auszuhalten.
Jedenfalls: es waren am Ende noch acht Teile, die sich zu einem Großen und Ganzen zusammenfügen wollten und das ging dann relativ schnell von der Hand, auf jeden Fall aber flüssig.
Es ist so krass. Ich nähe viel und gerne, würde allerdings nicht behaupten ein geübter Nähnerd zu sein. Und trotzdem: mit viel Willen kann man auch in einer Nacht ein Kleid zaubern. Ich feiere mich hier so, weil ich stolz auf mich bin über mich hinausgewachsen zu sein. Das war schon ein Abenteuer.


Ganze Fotos kommen dann nächste Woche 🙂 Aber es bleibt dabei: das wäre ein gutes Umstandskleid
Der Stoff ist so wunder wunderschön. bis halb zwei in der Nacht, du kannst stolz auf dich sein!
HG,Ingeborg
Tolles Kleid und steht dir super! Nicht nur fertig, auch schon getragen… Liebe Grüße Isabell
Du Streber! 🙂 Das, was ich sehe, sieht toll aus.
Liebste Grüße, Nina
huch da bin ich gespannt auf kommende woche, die farbe steht dir super und das was man vom kleid schon sieht, ist toll! lg manuela
Da feierst Du aber zu Recht – das ist wirklich eine tolle Leistung und ich bin ganz, ganz gespannt auf das ‘echte’ Tragefoto! 🙂
Der Stoff sieht toll aus – ich liebe Grün. Und Glitzer kann an Weihnachten auch nicht schaden^^